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Fest der Kulturen

Fest der Vielfalt im Zeichen der Demokratie. Anlässlich des Weltkulturtages verwandelte sich die Berufsfachschule für Pflege undAltenpflegehilfe der Franziskanerinnen 22. Mai 2026 in einen lebendigen Begegnungsort.Unter dem Motto „Demokratie und Frieden“ feierte die Schulgemeinschaft ein „Fest derVielfalt“, das rund 60 Teilnehmende zusammenbrachte und weit über den klassischen Lehrplan hinausreichte. Neben den Auszubildenden und den Lehrkräften der Schule waren auch zahlreiche Praxisanleitungen aus verschiedenen Pflegeeinrichtungen der Einladung gefolgt, die im Alltag die Brücke zwischen Theorie und Praxis schlagen. Auch der Konvent der Franziskanerinnen war stark vertreten: Besonders großen Applaus erntete der Besuch von Ordensschwestern aus Bolivien, die sich derzeit in Straubing aufhalten und dem Fest ein internationales Flair verliehen. Ebenso nahm die Generaloberin, Sr. Maria Greiner, persönlich an der Veranstaltung teil. Ein besonderer Wermutstropfen war jedoch die Abwesenheit der Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde Straubing, Frau Anna Zisler. Als Patin der Schule für das Projekt „Schulegegen Rassismus – Schule mit Courage“ konnte sie aus gesundheitlichen Gründen leider nicht persönlich vor Ort sein, sandte jedoch ein herzliches Grußwort, das den Anwesenden verlesen wurde und den verbindenden Charakter des Festes noch einmal unterstrich. Nach der offiziellen Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter Johannes Eckl und der Lehrkraft Melanie Perl, die beide die Bedeutung von Toleranz und Teamgeist im Pflegeberuf hervorhoben, fiel der Startschuss für den interaktiven Teil des Tages. Die Gäste wurden in verschiedene Arbeitsgruppen aufgeteilt, um sich in Workshops mit topaktuellen gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. Bei der sogenannten „Demokratie-Ampel“ diskutierten die Teilnehmenden über verschiedene politische und gesellschaftliche Aussagen, um diese mittels Farbsystem einzuschätzen. In einer anderen Gruppe ging es um Medienkompetenz und die Gefahren der digitalen Welt, wobei über Deep Fakes, Hate Speech und den bewussten Umgang mit Ressourcen gesprochen wurde. Praktisch und symbolisch wurde es zugleich beim Teamspiel „Tower of Power“.Hier musste die Gruppe gemeinsam einen Holzturm aufbauen, bei dem jeder einzelne Baustein für einen fundamentalen Wert stand, der für die Demokratie und für das gesellschaftliche Zusammenleben wichtig ist. Am Ende stand fest: Nur wenn alle Werte ineinandergreifen, bleibt das Gefüge stabil. Den runden und gelungenen Abschluss der Veranstaltung bildete ein hervorragendes Buffet, das die Klosterküche für die Gäste gezaubert hatte. Bei kulinarischen Köstlichkeiten blieb im Anschluss noch ausgiebig Zeit für den persönlichen Austausch und anregende Gespräche. Das Fest der Vielfalt bewies damit eindrucksvoll, dass in der Pflege der Blick über den Tellerrand, das gemeinsame Einstehen für den Frieden und eingelebtes Miteinander Hand in Hand gehen